Dienstag, 4. April 2017

Neuerscheinung - Lesetipp - Rezension zu Stephanie Garbers Fantasyspektakel "Caraval"


Titel: Caraval
Verlag: ivi by Piper
Seiten:400
ISBN: 978-3492704168
Preis: 14,99€ (Print) / 12,99€ (E-Book)
Erschienen: 03/2017
Genre: Jugendfantasy
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Scarlett Dragna fürchtet sich vor ihrem Vater, dem grausamen Governor der Insel Trisda. Sie träumt davon, ihrem Dasein zu entfliehen und Caraval zu besuchen, wo ein verzaubertes Spiel stattfindet. Doch ihr Wunsch erscheint unerreichbar – bis Scarlett von ihrer Schwester Donatella und dem geheimnisvollen Julian entführt wird, die ihr den Eintritt zu Caraval ermöglichen. Aber ist Caraval wirklich das, was Scarlett sich erhofft hat? Sobald das Spiel beginnt, kommen Scarlett Zweifel. Räume verändern auf magische Weise ihre Größe, Brücken führen plötzlich an andere Orte und verborgene Falltüren zeigen Scarlett den Weg in finstere Tunnel, in denen Realität und Zauber nicht mehr voneinander zu unterscheiden sind. Und als ihre Schwester verschwindet, muss Scarlett feststellen, dass sich ein furchtbares Geheimnis hinter Caraval verbirgt ...



Dieses Buch hat mich wirklich überrascht, denn auch wenn das Cover recht geheimnisvoll und farbenfroh ist, spiegelt es dennoch nicht annähernd die bunte und extravagante Welt und Geschichte wider, die sich zwischen den Buchdeckeln verbirgt.
Scarlett ist eine starke und sehr beherrschte Person, denn sie musste schon früh lernen, dass ihr Verhalten Konsequenzen hat. Ihre Schwester hingegen, scheint das komplette Gegenteil von ihr zu sein. Mir gefällt sehr gut, wie Stephanie Garber ihre Figuren konzipiert, denn ihr Wesen ist so geheimnisvoll, vielseitig und teils auch mit negativen Zügen durchzogen, dass man sich sehr gut in sie hineinversetzen und nicht auf Anhieb entscheiden kann, ob man sie nun liebt oder hasst. Zwischen all dem bunten Treiben, der Freude und Hoffnung, dem Leid und der Gefahr sind so viele verschiedene Nuancen und Facetten eingearbeitet, die der Handlung Tiefe geben. Mich persönlich hat Caraval irgendwie an Alice im Wunderland erinnert. Eine Welt, die immer wieder überrascht und dennoch auch sehr viel gesellschaftskritische Elemente birgt.
Erzählt wird die sehr flüssig und angenehm zu lesende Geschichte aus der Sicht von Scarlett, die in ihrer Gefühlswelt hin- und hergerissen ist zwischen Pflichtgefühl und ihren eigenen unterdrückten Wünschen und Sehnsüchten.
Was mich neben der außergewöhnlichen und sehr exotischen Welt von Caraval am meisten fasziniert hat, war die unglaubliche Dynamik, die sich zwischen ihr und Julian, dem männlichen Protagonisten, während des Spiels entwickelt. Der Leser wird regelrecht mitgerissen und erlebt Scarletts emotionale Entwicklung hautnah mit. Man möchte sie schütteln, sie anbrüllen, ihr helfen, sie trösten und so vieles mehr. Ich war wirklich beeindruckt, wie lange es der Autorin gelang, mich rätseln zu lassen, wie alles miteinander verbunden, wer echt und was falsch ist.



Das Spiel beginnt… und ich war ein Teil davon. Stephanie Garber hat ein außergewöhnliches Spektakel inszeniert und mich derart mitgerissen, dass ich das Gefühl hatte, wirklich als Zuschauer dabei zu sein. Ein unglaublicher Roman, der mich mit all meinen Sinnen bewegt und begeistert hat. Ich kann dieses Buch wirklich jedem Fantasy-Fan wärmstens ans Herz legen, denn es ist kein klassischer Jugendfantasyroman. Lasst die Spiele beginnen und euch verzaubern… Ein magischer Lesegenuss erwartet euch…




1 Kommentar:

  1. Huhu!

    Ich gebe zu, bei diesem Buch weiß ich immer noch nicht, ob ich es lesen soll oder nicht. Den Klappentext finde ich durchaus interessant, aber ich hab den Vergleich zu "Alice im Wunderland" auch schon auf anderen Blogs gelesen - und diese Geschichte war auch nie so wirklich meins ...

    Aber gut, im Moment habe ich wegen meiner Arbeit zum "Digital Humidity Sensor" eh kaum Zeit für was anderes außer Fachbücher lesen und schreiben, daher muss ich mich nicht sofort entscheiden :D.

    Liebe Grüße
    Marie

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