Mittwoch, 27. April 2016

Rezension zu Anja Schwarz "Unerfüllte Lust - Das Geheimnis in mir: Band 1"


Titel: Unerfüllte Lust - Das Geheimnis in mir: Band 1
Autor: Anja Schwarz
Seiten: 161
Preis:  2,99 € (E-Book) 
Erschienen: 12/2015
Kaufen kannst du es hier





Anja ist schwer überfordert mit ihrer neuen Lebenssituation. Wolf hat sich nach einer fast dreijährigen Beziehung dafür entschieden, ihr den Rücken zuzukehren, sie mehr oder weniger vor die Tür zu setzen und dann auch noch alles wegen einer anderen Frau, die sich geschickt in die Beziehung gedrängt hatte. Als ob das nicht schon reichen würde, nimmt Heiko eine größere Rolle in ihrem Leben ein und zeigt ihr eine neue Art und Weise, ihr Sexleben zu genießen, die sie vollkommen aus der Bahn wirft, aber gleichzeitig in ihren Bann zieht.
Aber das scheinen noch nicht genügend Veränderungen zu sein, denn Connor, der Mann auf der anderen Seite dieses Planeten, spielt eine immer größere Rolle in ihrem bereits so chaotischen Leben.
Eine Achterbahnfahrt der Gefühle, verbunden mit reichlich Tränen, Sex und Verlustängsten, gewürzt mit viel Humor und ein wenig Bissigkeit.


Das Cover verspricht einige heiße Lesestunden. Abgebildet ist eine maskierte Frau mit aufreizenden Strümpfen, Highheels und einer Gerte in der Hand. Die schwarz/weiße Farbgebung unterstreicht die erotische Komponente der Darstellung. Bei der Geschichte handelt es sich um eine autobiografische Erzählung der Autorin. Der lockere und leicht zu lesende Schreibstil von Anja Schwarz bescherte mir einige angenehme Lesestunden. Die ganze Zeit hatte ich das Gefühl mit einer Freundin und einer Flasche Wein auf der Couch zu sitzen und ihren Erlebnissen gebannt zu lauschen.
Die Story basiert auf zwei miteinander verwobenen Plotsträngen: zum einen das emotionale Auf und Ab nach der schmerzhaften Trennung von Wolf und zum anderen die erotischen und unverbindlichen Treffen mit Heiko, die sie auch mit der Zeit in ein Gefühlschaos stürzen. Leider muss ich gestehen, dass mir der sprachliche und stilistische Feinschliff gefehlt hat. Zudem haben mich gegen Ende die Gefühlswirren von Anja etwas genervt, da sie sich immer wieder im Kreis zu drehen schien und der Erotikaspekt etwas in den Hintergrund trat.


Ein interessanter und ansprechender Plot, der wie eine Erzählung einer guten Freundin wirkt, die uns in ihre intimsten Geheimnisse und chaotischen Liebesverhältnisse einweiht. Ein kurzweiliger Lesespaß, der gerade im Bereich der Erotik kein Blatt vor den Mund nimmt. Eine Leseempfehlung für Fans dieses Genres und jeden, der Spaß an offener und unverblümter Erzählweise hat. 











Gewinnerbekanntgabe der Problemzonen- und Mitternachtsrot-Blogtour


Und die Gewinner sind:




Herzlichen Glückwunsch an die Gewinner. An alle anderen, seid nicht traurig, bald gibt es wieder tolle und spannende Gewinne.


Dienstag, 26. April 2016

Blogtour zu "Bunte Gugl-Welt - Süße Backideen für die Kleinen und Großen": Gugl Schritt für Schritt


Heute möchte ich euch zu einer ganz außergewöhnlichen Blogtour begrüßen. Die letzten Tage habt ihr unterschiedlichste Beiträge zu Romanen lesen können, ich habe Interviews geführt und Protagonisten analysiert. 
Doch dieses Mal möchte ich euch etwas Neues vorstellen: eine kleine, süße Reise durch ein zauberhaftes Backbuch. 
Nachdem wir gestern verfolgen durften, wie Simone mit ihrer Tochter gebacken hat, möchte ich euch heute ein Rezept Schritt für Schritt erklären.


1. Schritt: Deko basteln mit der Gugl-Tattoo-Schablone


Die Besonderheit dieses Backsets besteht darin, dass neben dem Backbuch die sogenannten Gugl-Tattoos enthalten sind. Durch befüllen mit Marzipan oder flüssiger Schokolade kann man damit leicht Dekorationen herstellen, die zu jedem Anlass passen. In einem Anflug plötzlicher Kreativität zweckentfremdete ich die Tattoo-Form und befüllte sie mit flüssiger Gummibärchen-Masse. Prinzipiell eine tolle Idee, in der Umsetzung allerdings etwas schwierig. Zum einen hätten wir - was leider nicht im Rezept stand - den Schaum abschöpfen müssen und zum anderen bekommt man die Masse nur sehr schwer wieder aus der Form heraus.  

Fazit: Sollten wir es nochmal mit den selbstgemachten Gummibärchen versuchen, werden wir definitiv die Formen leicht mit Stärke bestäuben und den Schaum abschöpfen. 


2. Schritt: Der Gugl-Teig - in unserem Fall Papageien-Cookie-Gugl



Zuerst haben wir die Butter und den Zucker schaumig gerührt, dann Eier und Salz hinzugegeben. Im letzten Schritt haben wir das Mehl-Backpulver-Gemisch drüber gesiebt. Der Backofen wurde nicht wie im Rezept beschrieben auf 210 Grad Ober-/Unterhitze vorgeheizt, sondern auf 180 Grad Umluft.










3. Schritt: Aufteilen und einfärben des Teigs: 


Wir haben uns für die intensiven Gelfarben von Wilton entschieden. Sie sind sehr ergiebig und ermöglichen ein intensives Farbergebnis. Normalerweise färben wir damit Fondant für Motivtorten ein, doch auch bei Teigmassen funktionieren sie einwandfrei. Von den Farben her haben wir uns für Azurblau, Blattgrün, Zitronengelb und Rot Rot entschieden.

Fazit: Je mehr Farbe man zufügt, desto dunkler das Ergebnis. Wenn man allerdings mit den Gelfarben arbeitet, sollte man (am besten mit einem Zahnsocher) nach und nach kleinere Mengen hinzugeben, bis das gewünschte Farbergebnis erreicht ist. Und bitte seid vorsichtig mit den Fingern und Kleidern (notfalls Einweghandschuhe benutzen).



4.Schritt: Förmchen füllen, ausbacken und dekorieren.


 Anders als im Rezept, haben wir die Masse nicht mit einer Spritztüte eingefüllt, sondern mit einem einfachen Teelöffel. Die Kinder hatten es damit leichter. Auch haben wir nicht die Minigugl-Silikonbackformen benutzt. Der Einfachheit halber waren es bei uns größere Silikonformen mit etwa 6cm Durchmesser. Wir haben sie für 20 min im vorgeheizten Ofen gebacken und dann zum Auskühlen auf den Balkon gestellt.

Fazit: Die Förmchen mussten wir nicht fetten, denn der Teig enthält Anteilig so viel Fett, dass sie sich problemlos lösen.
Für unsere Backformen war die Temperatur und Backzeit ideal, das kann aber je nach Herdart variieren.

Für den Zuckerguss haben wir Puderzucker mit etwas Zitronensaft vermischt und ihn als Klebebasis für die Deko benutzt. Da die Gugl-Tattoos leider keine optischen Highlights waren, haben wir alternativ Fondantherzchen und -blümchen ausgestochen und Zuckerperlen benutzt. Für die Zuckerperlendekoration haben wir die Gugl zuerst kopfüber in den Zuckerguss und danach in ein Zuckerperlenbad getaucht. Um die Fontantdekoration zu fixieren haben wir einfach mit einem Löffel den Guss darüber geträufelt. Kurz antrocknen lassen und fertig sind die kleinen süßen Verführungen.

Fazit und Kommentar meiner Tochter (4 Jahre alt): Die sind ja gar nicht mal so schlecht!


Ein absolutes Highlight für jeden Kaffeetisch, denn die Kids lieben die bunten Farben. Der Grundteig ist von sich aus nicht so zuckrig, weshalb er gut etwas Süße durch Toppings verträgt. Wir werden ganz bald wieder backen und noch andere Rezepte ausprobieren.



Unter den fleißigen Lesern unserer außergewöhnlichen Blogtour verlosen wir ein "Bunte Gugl-Welt"-Backbuch- und Gugl-Tattoo-Set.
Um eure Gewinnchancen zu steigern, könnt ihr an jedem Blogtourtag ein Los sammeln. Was ihr hierfür tun müsst ist ganz einfach.




Findet die zwei Mini-Gugl-Backbücher, die ich im Text versteckt habe.


Kommentiert mir die Positionen und schon seit ihr dabei.

Wer hier nicht antworten kann oder will, der darf mir gerne auch eine Email an:
Martina.Suhr@googlemail.com schicken. Ich füge dann den Kommentar ein.

Teilnahmebedingungen:
Die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist ab einem Alter von 18 Jahren möglich. Falls Du unter 18 Jahre alt sein solltest, ist eine Teilnahme nur mit Erlaubnis des Erziehungs-/Sorgeberichtigten möglich.
Der Versand der Gewinne erfolgt nur innerhalb Deutschland, Österreich und Schweiz, wobei der Rechtsweg hier ausgeschlossen ist. Für den Postversand wird keinerlei Haftung übernommen.
Eine Barauszahlung der Gewinne ist leider nicht möglich.
Als Teilnehmer erklärt man sich einverstanden, dass die Adresse an die Autorin/ an den Autor oder an den Verlag im Gewinnfall übersendet werden darf und man als Gewinner öffentlich genannt werden darf.
Jede teilnahmeberechtigte Person darf einmal pro Tag an dem Gewinnspiel teilnehmen.
Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen.
Das Gewinnspiel wird von buchreisender.de organisiert.
Das Gewinnspiel wird von Facebook nicht unterstützt und steht in keiner Verbindung zu Facebook.
Das Gewinnspiel endet am 29.04.2016 um 23:59 Uhr.

Hier nochmal die einzelnen Blogtourbeiträge in der Übersicht:


1. Tag: Willkommen in der Bunten Gugl-Welt bei Stefanie

2. Tag: Backen mit den Kids bei Simone

3. Tag: Gugl Schritt für Schritt bei mir

4. Tag: Das Back-Tagebuch bei Desiree

5. Tag: Lustige Dekors mit der Gugl-Tattoo-Form bei Hjördis

6. Tag: Chalwa Heigls Gugl Welt bei Sonja

Die Gewinnerbekanntgabe erfolgt auf allen Blogs.

Ich hoffe, euch hat es genauso viel Spaß gemacht wie uns. Es war wirklich eine kleine Genussreise.

Montag, 25. April 2016

Blogtour zu Amanda Kochs "Die Wächter von Avalon": Suadus der Magier


Herzlich Willkommen zu meinem Blogtourtag. Nachdem ihr gestern bei Diana mehr über die vier Königreiche von Amaduría erfahren habt, werde ich euch heute den Magier Suadus vorstellen.

„Eine Art Geist, durchsichtig im graublauen Licht, trat näher. Die Gestalt ähnelte der eines kriegerischen Zauberers. […] Wie eine dämonische Gestalt schritt der Geist auf den Altar zu , ohne ein Geräusch zu machen.“ („Die Wächter von Avalon – Der Fluch des Suadus S. 117)

Suadus ist ein mächtiger Zauberer, einst der engste Vertraute von König Easar, mit dem er gemeinsam aufwuchs. 

„Dieser Zauberer beherrschte schon von Kindheitstagen an die wieße Magie und wuchs gleichzeitig mit dem König heran. Sein großartiger Ruf eilte ihm voraus. Er hieß Suadus und war nur fünf Jahre älter als Easar. Die beiden wurden unzertrennliche Freunde. Immer stärker wurde ihre Kraft, gepaart mit dem Zauber des Suadus. Und sie trotzten der Dunklen Zeit." („Die Wächter von Avalon – Der Fluch des Suadus S. 251)

Die beiden waren ein eingespieltes Team. Gemeinsam schafften sie es, die Grenzen zu sichern und den Dämon der Finsternis vor den Grenzen von Faelandon zu halten. Das Königreich der Luft war sicher vor den bösartigen und gefährlichen Alben. Doch einige Jahre später änderte sich das Schicksal. Suadus hatte eine Tochter. Diese Tochter wurde mit der des Königs nach Avalon zu den Priesterinnen gerufen. Der König bot an die beiden Töchter und Suadus Ehefrau, die die Mädchen begleiten wollte, zum Trenganu-Tor zu bringen. Was dann geschah wurde nicht überliefert, doch der Großvater des Druiden Elodir berichtet wie folgt:

„Von meinem Großvater erfuhr ich, dass auf der Reise die Frau des Suadus und seine Tochter getötet wurden. König Easar kehrte mit seinem Kind nach Juamé zurück. Nur wenige Tage später verschwand der Magier spurlos und mit seinem Verschwinden veränderte sich die Aura des Königs." („Die Wächter von Avalon – Der Fluch des Suadus S. 251f)

Suadus ist ein sehr spannender Charakter, denn er ist nicht nur Magier, sondern auch Krieger. Aus seinen Händen feuert er Feuerbälle und ist nahezu unverwundbar. Zudem scheint er nicht zu altern, denn er ist um die 200 Jahre alt. Seine gefährlichsten Waffen sind allerdings die Pfeile aus Mohador, die selbst die Wächter zu töten vermögen. Mit der Kraft der dunkeln Mondsteine hat er es geschafft, sich nach und nach die Macht über Ruadhan zu sichern. Suadus erkannte die immense Zauberkraft, die sie beinhalten und machte sie sich zu nutze. 

„Es ist ein Zauber, der das Alte bannt und damit etwas Neues hervorbringt." („Die Wächter von Avalon – Der Fluch des Suadus S.304)

Was mich besonders an ihm fasziniert, ist die Tiefe, mit der er von Amanda Koch konzipiert wurde. Der mächtige Zauberer, den das Schicksal auf die dunkle Seite getrieben hat, der auf der Suche nach immer größerer Macht skrupellos über Leichen geht. Als er allerdings auf Evolet trifft blitzen immer wieder andere Momente auf. Sie entdeckt bei ihm Gefühlsregungen, die konträr zu seinem brutalen Handeln stehen. Ich wusste bis zum Ende der Geschichte nicht eindeutig, was ich von ihm halten soll. Er ist so spannend und vielseitig. Suadus ist Magier, Zerstörer, aber irgendwie auch Bewahrer. Ja, ich weiß, das klingt jetzt sehr kryptisch und geheimnisvoll, doch genau das ist es, was ich so faszinierend finde und in ihm sehe. 

„Wie ein Vulkan wütete die verhasste Unruhe in ihm. Tief in seinem Herzen lauerte die Verzweiflung, der Schmerz der Vergangenheit." („Die Wächter von Avalon – Der Fluch des Suadus S.408)

Bevor ich euch noch mehr verrate, höre ich lieber auf und hoffe, ich konnte euch die Figur ein wenig näher bringen. Ihr könnt mir glauben, der Charakter des Suadus ist so vielseitig und ambivalent, es gibt noch viele Geheimnisse und spannende Geschichten, auf die ihr euch freuen könnt. Taucht ab und erlebt diese wundervolle Welt.








Natürlich gibt es auch wieder was Tolles zu gewinnen:

10 x 1 Goodiepaket

Wie immer könnt ihr während der Tour jeden Tag ein Los ergattern und eure Gewinnchance erhöhen, in dem ihr die jeweilige Tagesfrage beantwortet. Ich möchte heute gerne von euch wissen:



Wieviele Jahre ist Suadus älter als König Easar?





Teilnahmebedingungen:
Die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist ab einem Alter von 18 Jahren möglich. Falls Du unter 18 Jahre alt sein solltest, ist eine Teilnahme nur mit Erlaubnis des Erziehungs-/Sorgeberichtigten möglich.
Der Versand der Gewinne erfolgt nur innerhalb Deutschland, Österreich und Schweiz, wobei der Rechtsweg hier ausgeschlossen ist. Für den Postversand wird keinerlei Haftung übernommen.
Eine Barauszahlung der Gewinne ist leider nicht möglich.
Als Teilnehmer erklärt man sich einverstanden, dass die Adresse an die Autorin/ an den Autor oder an den Verlag im Gewinnfall übersendet werden darf und man als Gewinner öffentlich genannt werden darf.
Jede teilnahmeberechtigte Person darf einmal pro Tag an dem Gewinnspiel teilnehmen. Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen. 
Das Gewinnspiel wird von CP - Ideenwelt organisiert.
Das Gewinnspiel wird von Facebook nicht unterstützt und steht in keiner Verbindung zu Facebook.
Das Gewinnspiel endet am 27.4.2016 um 23:59 Uhr.

Sollte jemand mitmachen wollen, aber hier keinen Kommentar abgeben können oder wollen, kann mir eine Email an Martina.Suhr@googlemail.com schicken, ich füge diese Email als Kommentar dann ein.

Hier nochmal die einzelnen Blogtourtage im Überblick:

1. Tag: Die Wächter von Avalon bei Jasmin

2. Tag: Esme bei Eva-Maria

3. Tag: Die Welten bei Sarah

4. Tag: Die Geschichte der Wächter bei Barbara

5. Tag: Die 4 Königreiche bei Diana

6. Tag: Suadus der Magier bei mir

7. Tag: Die 4 Elemente bei Sonja

8. Tag: Mit Amanda Koch hinter den Kulissen bei Nadja

9. Tag: Gewinnerbekanntgabe auf allen Blogs


Donnerstag, 21. April 2016

Blogtourtag "Mitternachtsrot": Interview mit Tareq und Lisaan


Herzlich Willkommen zu meinem Blogtourtag der "Mitternachtsrot"-Tour. Gestern hat Jasmin euch das Thema Low Fantasy nähergebracht und morgen wird Jeanette euch etwas zu den Göttern von Dschanor erzählen. Heute hab ich die Ehre, euch mein Interview mit den Protagonisten Lisaan und Tareq präsentieren zu dürfen. Ich hoffe, ihr habt genauso viel Spaß wie ich es hatte.

Ich habe die Chance ergriffen und die beiden auf ihrer Mission in ihrem Zimmer in Sha'Nar besucht. Bei einem erfrischenden Pfefferminztee und leckerem Obst haben die beiden mir Rede und Antwort gestanden. Aber seht selbst....
Quelle: Wikipedia

Hallo ihr beiden. Ich beobachte schon eine ganze Weile euer Abenteuer und bin mittlerweile richtig neugierig, mehr über euch zu erfahren. Besonders der Kampf gestern auf der Passhöhe hat mich sehr beeindruckt. Vielen Dank, dass ich euch ein paar Fragen stellen darf. Ist es okay, wenn ich euch duze?

Lisann: Natürlich. Ich bin da nicht so förmlich.
Tareq: Gerne.

Lisaan, du bist Kriegerin und bildest sogar junge Kriegerinnen aus. In unserer Gesellschaft sind Kriegerinnen eher untypisch und ungewöhnlich. Wie gehen eure Männer damit um? Ist es eine Ehre, wenn die Tochter zur Kriegerin wird? Sind die Eltern stolz oder wehmütig, wenn die Töchter diesen Schritt wählen?

Lisaan lacht:
Quelle: Pixaby
„Ach, darüber habe ich mir noch nie Gedanken gemacht, vielleicht weil es so normal für mich ist. Egal ob Männer oder Frauen sich dazu entschließen, Krieger zu werden, bei uns im Waldland sind alle Krieger hoch geachtet.. Immerhin verehren wir die Kriegsgöttin Yenaya. Meine Mutter war natürlich stolz, als ich Kriegerin wurde, immerhin war sie selbst vor ihrer Berufung zu Priesterin auch Kriegerin.“

Du hast dich dafür entschieden Kriegerin zu werden, warum hast du nicht in Betracht gezogen deiner Mutter in den Stand der Priesterin zu folgen?

Lisaan reibt sich nachdenklich die Nase: „Da sprichst du einen etwas heiklen Punkt an.
Es ist natürlich eine große Ehre, Priesterin zu werden. Vor allem, weil dieses Amt auch eine gewisse Tradition in unserer Familie hat, aber … um ganz offen zu sein ...“
Sie beugt sich verschwörerisch vor und wirft einen fragenden Seitenblick auf Tareq, der scheinbar Lisaans Antworten keine Beachtung schenkt.
„Als Priesterin hätte ich nicht mehr so viel Freiheiten. Aber dafür eine Menge Verantwortung. Rituale, den Segen der Kriegsgöttin erflehen, den Tempeldienst überwachen, das hat mir schon als Novizin nicht so besonders gefallen. Falls du es nicht weißt, jedes Mädchen, muss bei uns mindestens ein halbes Jahr Tempeldienst als Novizin verrichten. Verrate es nicht meiner Mutter, aber ich habe mich durch dieses halbe Jahr gequält und war froh als es vorbei war.“

Musst du als Frau mehr leisten, um den gleichen Respekt zu verdienen wie ein Mann?

„Das wäre mir bis jetzt nicht aufgefallen. Bei uns muss jeder Krieger immer sein bestes geben, sonst ist er nicht lange ein … lebendiger Krieger. Respekt? Nun, wir Kreedan respektieren gute Kämpfer, egal ob das nun Männer oder Frauen sind.“

Gab es eine spezielle Situation in deiner Vergangenheit, die Auslöser für deine Entscheidung war oder die dich besonders geprägt hat?

„Redest du immer noch darüber, warum ich nicht Priesterin werden wollte?“
Lisaan seufzt.
„Wenn ich Priesterin geworden wäre, hätte Brektaar, dieses verlogene Frettchen, mich wahrscheinlich noch mehr bedrängt, seine Frau zu werden. Da ich weder das eine noch das andere wollte, fiel mir die Entscheidung, Kriegerin zu bleiben, umso leichter. Auch wenn meine Mutter schon ein bisschen enttäuscht war, dass ich Brektaar nicht heiraten wollte.“

Wie Kämpfst du am liebsten, also Technik oder Waffe?

„Ah, endlich mal eine vernünftige Frage. Am liebsten kämpfe ich mit dem Schwert und dem Bogen.“

Kannst du dir vorstellen, Kinder zu bekommen und eine Familie zu gründen?

Sie hebt beide Arme und atmet übertrieben laut ein. „Wenn ich den richtigen Mann treffen sollte.“
Tareq schnalzt mit der Zunge und Lisaan wirft ihm einen giftigen Blick zu.

Was gefällt dir an Tareq am Besten und was kannst du so gar nicht ausstehen?

„Was mir an diesem arroganten Mistkerl gefällt? Auf was für Fragen du kommst.“ Lisaan beugte sich noch einmal vor und flüstert mir zu: „Hast du gestern etwa gesehen, wie er mich geküsst hat? Das bleibt aber hoffentlich unter uns?“ 
Als ich aufschaue, bemerke ich, wie Tareq frech grinst...
„Nun, er sieht ganz gut aus und mit dem Schwert kämpft er wirklich hervorragend. Puh, als ich gegen ihn gekämpft habe, war das wirklich ein harter Brocken. Humor hat er auch, was ich bei einem Trijan ja nie erwartet hätte. Er respektiert mich und ich bin fast geneigt, ihm zu vertrauen, aber ich könnte jetzt beim besten Willen nicht sagen, was mir an ihm gefällt.“
Mit einem verstohlenen Blick zu Tareq fährt Lisaan laut fort: „Er ist überheblich und anmaßend. Und seine Wutanfälle, die ich schon miterleben durfte, sind auch nicht gerade besonders liebenswert. Aber am allermeisten stört mich, dass er mir gestern einen Kuss gestohlen hat. Wickelt mich mit seiner Freundlichkeit um den Finger bis ich schwach werde, nur um dann zu erfahren, dass er in der Schlacht von Carna gekämpft hat.“ Lisaan brummelt vor sich hin. „Aber was soll man von einem Söldner schon anderes erwarten?“

Was siehst du in Tareq?

„Er ist meine einzige Möglichkeit in die Gegenwart zurückzukehren."

Hast du im Kampf jemals unfaire Mittel benutzt und deinen Gegner schon mal z.B. in die Weichteile getreten?

„Ach? Ein Tritt in die Weichteile ist unfair? Zum Glück hat mir das noch niemand vorher erzählt.“ Lisaan lacht.

Kannst du kochen? Was isst du am liebsten?

„Linseneintopf. Ich liebe den Linseneintopf, den meine Großmutter immer für mich gekocht hat, als ich noch ein Kind war. Ich selbst kann aber nicht so besonders gut kochen, auch wenn ich mir Mühe gebe.“

Hast du irgendwelche Hobbies?
„Hobbies? Das Wort kenne ich nicht?
Ah, du meinst, was ich in meiner freien Zeit so mache, wenn ich nicht mit dem Bogen oder dem Schwert übe? Ich gehe sehr gern allein in den Wald. Besonders Tiere beobachten finde ich sehr entspannend. Manchmal, wenn man großes Glück hat, sieht man vielleicht eine glückbringende Disin. Ich mag Tiere, außer Kamele; da hatte ich mal ein unliebsames Erlebnis … aber das gehört jetzt nicht hierher.“

Würdest du alles für deine große Liebe tun oder gibt es da Grenzen?

„Sehr, sehr schwierige Frage. Die werde ich wohl erst beantworten können, wenn es mal soweit ist.“

Glaubst du an die Liebe auf dem ersten Blick?

„So etwas soll schon vorgekommen sein.“
Nachdenklich mustert sie Tareq, der sich noch einen Becher Tee einschenkt und so tut, als ob er nicht zugehört hätte.

Hast du Wünsche für deine Zukunft? 

„Unseren Auftrag erledigen und zurückkehren.“
Lisaan wedelt mit der rechten durch die Luft. „Mehr wage ich nicht zu wünschen, denn ich möchte auf keinen Fall die Schicksalsgöttin beleidigen, indem ich zuviel fordere.“


Quelle: Pixaby
Lieber Tareq, nachdem mir Lisaan so freundlich meine Fragen beantwortet hat, hätte ich jetzt noch einige an dich. Zum Beispiel, wie stellst du sicher, dass deine Söldner dir treu ergeben sind und nicht „meutern“?

„Meinen Männer gegenüber fair sein, aber wenn es sein muss, hart durchgreifen und ganz wichtig: selbst immer an vorderster Front mitkämpfen. Bis jetzt hat es immer gut funktioniert.“

Was ging dir durch den Kopf, als du Lisaan das erste Mal sahst?

„Moment, da muss ich kurz nachdenken. Ah ja, das war, als sie so über und über mit Dreck besudelt von meinen Männern eine Abreibung bekommen hat. Was ich dachte? Ich habe mich gewundert, warum sie furchtbar schmutzig ist. Erst hinterher habe ich von ihrem Kampf mit meinen Männern erfahren. Da war ich dann doch sehr überrascht.“

Du hast ihr Leben gerettet und dich damit in Gefahr gebracht. Warum hast du das getan? 

Tareq reibt sich mit der Hand über seinen Bart. „Dieser Brektaar, von dem ich den Auftrag hatte, Lisaan verschwinden zu lassen, war mir von Anfang an unsympathisch. Ich lasse mir ungern etwas vorschreiben und mache mir lieber selbst ein Bild. Außerdem wollte ich wissen, warum er die Frau loswerden wollte. Und als mir dann noch Haktar erzählt hat, dass Lisaan eine Kriegerin ist, war mein Interesse geweckt. Wenn du so willst, pure Neugierde.“

Hast du mehr in ihr gesehen als eine Sklavin und mögliche Geliebte?

„Auf alle Fälle. Sie ist eine hervorragende Kämpferin. Viel zu Schade, um als Sklavin verschwendet zu werden. Sie wäre es wert, die ebenbürtige Frau eines geweihten Schwertkämpfers zu sein.“

Was ist dir bei Frauen am wichtigsten? Ist es erregend eine Gespielin zu haben, bei der man dauernd Angst haben muss, dass sie einen ermordet?

Lacht schallend. „Im Bett möchte ich denn doch keine Angst haben müssen, dass mich meine Geliebte ermordet. So erregend der Gedanke vielleicht sein mag, mit einer Wildkatze das Lager zu teilen, mir persönlich ist eine Frau lieber, der ich vertrauen kann.“
Tareq füllt seinen Teebecher. „Was mir bei einer Frau am wichtigsten ist? Vielleicht, dass sie keine Angst vor mir hat und mich versteht. Das Leben als Söldner ist nicht einfach und dazu gehört es nun mal auch, ein furchteinflössender Trijan zu sein. Da möchte ich zumindest privat einfach nur entspannen und mich auf die Frau an meiner Seite verlassen können.“

Bereust du irgendetwas in deinem Leben?

Nachdenklich schlürft Tareq seinen Tee  und lässt sich mit seiner Antwort Zeit.
„Bereuen? Ich weiß es nicht. Als Söldner habe ich getan, was getan werden musste. Auch Dinge, auf die ich nicht unbedingt stolz bin …“ Tareq schüttelt den Kopf. „Können wir nicht lieber von etwas anderem reden?“

Was gefällt dir an Lisaan am besten?

„Lisaan ist eine wunderbare Frau. Eine tolle Kämpferin. Sie sieht fantastisch aus und ich denke, ich kann ihr wirklich vertrauen.“
Er lächtelt Lisaan an, die neben ihm sitzt, die Arme vor der Brust verschränkt und die Lippen aufeinanderpresst.

Mit Lisaan alleine fernab der Zeit auf einer göttlichen Mission, wenn das ein Buch wäre, in welches Genre würdest du die Geschichte stecken? Horror, Satire, Liebesgeschichte oder gar Fetisch, entschuldige, das war nicht so ganz ernst gemeint :-)?

„Buch? Genre? - Ach so, du meinst, wenn ein Poet eine Geschichte über uns schreiben würde? Wenn unser Auftrag nicht so verdammt wichtig wäre, fände ich die Abenteuer mit Lisaan äußerst amüsant.“
Er lehnt sich in die Kissen zurück und verschränkt ebenfalls die Arme vor der Brust. „Du hast doch mitbekommen, dass wir uns oben auf der Passhöhe geküsst haben. Wie man sieht, wäre ich einer Liebesgeschichte nicht abgeneigt, aber nachdem Lisaan die Sache mit der Schlacht von Carna herausgefunden hat, habe ich erst einmal keine große Hoffnung, dass sich unser Abenteur in diese Richtung entwickelt.“

Kämpfende Frauen sind in eurer Kultur eher untypisch. Würdest du für die Liebe mit Traditionen brechen, oder wünscht du dir eine Frau, die dir jeden Wunsch von den Augen abliest, für dich kocht und dich ohne Widerworte verwöhnt?

„Was hast du denn für Vorstellungen von trijanischen Frauen?“ Tareq lacht. „Ich glaube nicht, dass unsere Frauen sich selbst so sehen. Unsere Frauen verfügen durchaus über ein gesundes Selbstbewusstsein. Das müssen sie auch, wenn z.B. die Männer wochenlang auf Raubzug unterwegs sind und die Frauen sich allein um das Vieh und die Sklaven kümmern müssen. Und dafür respektieren wir sie. Für einen Aussenstehen mag es vielleicht so aussehen, als ob unsere Frauen nicht viel zu sagen hätten, aber das täuscht.
Das, was du beschreibst, erinnert eher an eine Sklavin, die den Wünschen ihres Herrn nachkommt. Kann zwar durchaus angenehm sein, aber für mich persönlich auf Dauer ziemlich langweilig. Wenn du aber wissen willst, ob ich mir ein Leben mit einer kämpfenden Frau an meiner Seite vorstellen kann, dann lautet die Antwort: ja, durchaus. Und wenn ich mich in solch eine Frau verlieben sollte, dann wäre es mir ziemlich egal, was andere darüber denken.“

Was ist bisher die schönste und was die schrecklichste Erinnerung an deine Mission mit Lisaan?

„Es war ziemlich schlimm, dass ich ihr mein Schwert geben musste, um in der Herberge nicht aufzufallen. Bei Ikash'Kasan, ohne mein Schwert fühle ich mich einfach nackt.“
Ein schelmisches Lächerln erscheint auf seinem Gesicht. „Aber ich muss sagen, sie küsst genauso leidenschaftlich wie sie kämpft.“

Wenn du etwas in deinem Leben anders machen könntest, um das Schicksal zu ändern, was wäre das?

„Hm, hättest du mich das vor einem Mondzyklus gefragt, hätte ich wahrscheinlich gesagt, dass ich besser niemals der Hüter des Heiligen Schwertes von Ikash'Kasan geworden wäre. Das hätte mir eine Menge Leid erspart.“ Tareq reibt sich das Kinn „Es ist schon seltsam, aber wenn diese unsägliche Geschichte mit dem Verlust des Schwertes nicht passiert wäre, dann hätte ich Lisaan niemals kennengelernt. Und das würde ich trotz allem bedauern.“

Was ist das erste was dir einfällt, wenn du an Lisaan denkst? Was siehst du in ihr?

„Tolle Haare. Wie flüssige Gold. Nein, ganz im ernst. Ich denke, sie ist eine Frau, die mich verstehen kann, ungeachtet der Dinge, die zwischen uns stehen. Wer so lange Jahre wie ich als Söldner gelebt hat, der möchte nicht nur ein Betthäschen, sondern auch jemanden, der wirklich nachvollziehen kann, wie es ist, dem Tod beim Kampf in die Augen zu sehen.“

Vielen Dank ihr beiden, dass ihr euch die Zeit genommen habt mit mir zu sprechen. Ich wünsche euch noch sehr viel Glück für eure Mission und hoffe, dass ihr erfolgreich seid und euer Glück findet.





Natürlich gibt es auch wieder was Tolles zu gewinnen. Durch die Beantwortung der jeweiligen Gewinnspielfrage könnt ihr jeden Tag könnt ein Los sammeln und dadurch eure Gewinnchance steigern. Ich möchte heute von euch wissen:

Wo küsst Tareq Lisaan?


Gewinnspielregeln:
✩ Seid über 18 Jahre alt oder habt die Erlaubnis eurer Eltern.
✩ Nach Ablauf des Gewinnspiels können wir euch im Falle des Gewinns eine Email senden. Hierfür müsst ihr uns eure E-Mail-Adresse hinterlassen.
✩ Wir übernehmen keine Haftung und es gibt keinen Ersatz falls das Paket verloren geht.
✩ Der Gewinn wird nicht bar ausgezahlt.
✩ Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
✩ Eine Barauszahlung der Gewinne ist nicht möglich.
✩ Das Gewinnspiel endet am 27.04.2016 23:59 Uhr. Die Gewinnerbekanntgabe erfolgt schnellstmöglich.

Wer hier nicht antworten kann oder will, der darf mir gerne auch eine Email an:
Martina.Suhr@googlemail.com schicken. Ich füge dann den Kommentar ein.

Hier nochmal die einzelnen Stationen der Blogtour zum Nachlesen:

Tag 1: Buchvorstellung bei Nadja

Tag 2: Geographie von Dschanor bei Jens

Tag 3: Low Fantasy bei Jasmin

Tag 4: Interview mit Tareq und Lisaan bei mir

Tag 5: Die Götter von Dschanor bei Jeanette

Tag 6: Autoreninterview bei Bella


Ich hoffe, ihr hattet Spaß bei mir. Mir hat es sehr viel Freude bereitet und ich möchte mich hier auch nochmal herzlichst bei der Autorin Bianca M. Riescher bedanken, die mir so wundervoll und geduldig geholfen hat.

Mittwoch, 20. April 2016

Blogtour zu Carin Müllers "Problemzonen": Interview mit Gorilla


Herzlich Willkommen zum heutigen Blogtour-Tag bei mir. Nachem euch gestern Jeanette erklärt hat, was genau eine Kolumne ist, werde ich euch heute Gorilla, den Moderator des Buches vorstellen. Meine Rezension zu den "Problemzonen" von Carin Müller findet ihr hier. So und nun lehnt euch zurück und genießt die Show. Ich garantiere euch, es wird witzig.

Gorilla ist ein Geisterprimat des 10. Ranges, der 1901 von einem Wilderer im Kongo erschossen wurde. Eigentlich sollte er sich mittlerweile im wohlverdienten Geisterruhestand befinden, doch das Schicksal hat ihm den Job bei Carin beschert. und so führt er äußerst unterhaltsam durch die "Problemzonen-Sammlung", aus dem übrigens auch das äußerst treffende Bild von Gorilla stammt (© Carin Müller).

Gorilla und Carin waren so freundlich mir ein paar Fragen zu beantworten. Enjoy the Show :-)

Hallo ihr beiden und danke, dass ich euch ein paar Fragen stellen darf. Ist es okay, wenn ich euch duze?

Carin & Gorilla: Natürlich.

Du nennst dich nur Gorilla, da du sagst, wir können deinen Namen nicht verstehen. Was genau würden wir daran nicht verstehen?

Gorilla [kratzt sich ratlos am Bauch]: Nichts davon – ich weiß nicht, wie ich es dir schonend beibringen soll, aber ihr Menschen habt schlicht nicht die Gabe, die Sprache der Primaten zu verstehen. Ich könnte da jetzt sehr weit ausholen, aber das hat sich in über hundert Jahren als vergebliche Liebesmüh herausgestellt. Belassen wir es also schlicht bei Gorilla.

Du sagst, du bist ein Geist des 10. Ranges. Wie viele unterschiedliche Ränge gibt es denn? Und wie sind die einzelnen Ränge aufgeteilt? 

Gorilla: Es gibt genau zehn Ränge. Ich habe also die höchste Stufe inne, was eigentlich bedeutet, dass ich mich mit irdischen Dingen wie diesem Interview hier nicht mehr herumschlagen müsste. Ich mach das nur, um Carin einen Gefallen zu tun. Zur Aufteilung könnte ich jetzt einen langen, SEHR langen Vortrag halten, den du aber ganz sicher nicht hören möchtest. Lebende wollen ihn nie hören. Junge Geister übrigens auch nicht... Leider. Außerdem ist es für jeden Geist individuell. Ein vergeisterter Regenwurm (die gibt es!) hat selbstverständlich anderen Aufgaben als ein Mensch, der zum Geist geworden ist.

Wie steigt man auf? Und was musst du tun, um auf die nächste Stufe zu gelangen? 

Gorilla: Man steigt auf, in dem man gewisse Aufgaben löst, die uns das CAFE, also die Community for Alternative Forms of Existence, stellt. Das ist – wie oben schon erwähnt – individuell sehr unterschiedlich. Allerdings müssen alle jungen Gespenster erst einmal Geisterenergie sammeln. Und die bekommen sie hauptsächlich von Menschen, die über den achten Sinn für die Geisterwahrnehmung verfügen. Für viele ist das eine große, wenn nicht sogar unüberwindliche Herausforderung.

Ist dein Job bei Carin eine Strafe gewesen, eine Belohnung oder Karma?

Gorilla: Weder noch. Es war mir ein Bedürfnis!

Carin, wie wurde dir Gorilla zugeteilt? Hast du irgendwelche Mächte heraufbeschworen, die dich mit diesem Bild von einem Affen belohnt haben?

Carin: Ich muss jetzt mal ganz dringend etwas geraderücken: Ich habe Gorilla erfunden! [Gorilla stöhnt verächtlich auf.] Ich weiß, das hört er nicht gerne, aber er hat seinen ersten Auftritt in meinem Roman "Gefühlte Wahrheit" und den hat er mir zu verdanken. 
Gorilla: Ach ja? War ich denn von Anfang an eingeplant gewesen in dieser Geschichte?
Carin: Nein, aber das tut ja auch nichts zur Sache. Du warst halt plötzlich einfach da. Passiert beim Schreiben.
Gorilla: Keine weiteren Fragen ...

Hättest du lieber einen anderen Geist gehabt? Ein anderes Tierchen vielleicht?

Carin: Ganz sicher nicht, Gorilla ist ein Traumgespenst!

Gorilla, welcher Geisterjob war der schönste bis jetzt und warum? Welcher hat dir so gar nicht gefallen?

Gorilla: Ach, alle meine Jobs hatten gute und schlechte Seiten. Schwierig, aber auch besonders schön mein letzter Patenjob für den jungen Kito. Er war zunächst sehr, sehr störrisch, hat sich dann aber ausgesprochen gut entwickelt. Inzwischen hat er schon selbst einige junge Geiser betreut und ist in Stufe vier oder fünf. Richtig schlimm war das Nilkrokodil. Da habe ich lange gedacht, dass ich scheitern werde. 

Du führst als eine Art Moderator durch Carins Problemzonen-Sammlung, hast du auch irgendwelche Problemzonen?

Gorilla: Außer dass ich tot bin? Höchstens, dass das Einschussloch, das mir der fiese Wilderer einst verpasst hat, immer noch juckt. Das nervt. [kratzt sich am Bauch]

Wie kommst du mit Toni klar?

Gorilla: Wir haben keine Probleme. Er kann mich nicht wahrnehmen, was sehr angenehm ist.

Wohnst du bei Carin?

Gorilla: Selbstverständlich nicht. Wir haben eine reine Arbeitsbeziehung!

Darfst du Damenbesuch empfangen? Ach ich vergaß, Sexualität spielt bei euch Geistern des 10. Grades keine Rolle mehr, oder?

Gorilla: Darüber spreche ich nicht gerne. Sexualität ist zwar theoretisch ab Stufe sieben wieder möglich, ich weiß aber von keinem Fall, wo es auch praktiziert worden wäre. Womöglich wird Kito als erster in diese unerforschten Dimensionen vordringen.

Wie verbringst du deine Zeit, wenn du nicht durch Carins Bücher führst? Hast du Hobbies?

Gorilla: Früher habe ich mich um junge Geister gekümmert, jetzt bin ich ja – dank Stufe 10 – in Rente und kümmere mich nur noch um mich und meine Seele. Man könnte sagen, dass ich alles Irdische endgültig hinter mir habe.

Bist du schon mal einem Klabautermann begegnet, oder woher weißt du, dass sie gefährlich und unangenehm sind?

Gorilla: Mehrfach – das letzte Mal, als ich mit Kito auf diesem Fischkutter unterwegs war. Wenn man ihnen nicht dazwischenpfuscht, sind sie in Ordnung, aber wehe … Ich spreche nicht gerne darüber.

Schaut ihr gemeinsam Fußball? Und wirst du auch durch das Fußball-Kompendium führen?

Gorilla: Auf gar keinen Fall! Dieses Spiel ist weit unterhalb meines Niveaus!

Du erwähnst öfter mal das Kiffen zur Entspannung, hast du da Erfahrungen lieber Geisteraffe?

Gorilla: Tu ich das? Hm. [kratzt sich wieder am Bauch] Man muss nicht alles selbst erlebt haben, um darüber zu sprechen.

Du verrätst, dass du ABBA gerne hast und viele Geschichten über verstorbene Größen erzählen könntest, aber nicht darfst… Gibt es da einen Kodex an den du dich halten musst? Und was gefällt dir genau an Abba? Ich hätte dir eher was Härteres und Rockigeres zugetraut….

Gorilla: Was in der Geistercommunity passiert soll auch dort bleiben. Es gehört sich einfach nicht, dass man das Lebenden gegenüber ausplaudert. Und was Abba betrifft, da müsstest du eher Carin befragen. Ist ja ihr Buch und eine ihrer Lieblingsbands. Ich finde aber, dass die vier Schweden für Menschen sehr schöne Musik machen. Allerdings bevorzuge ich als Gorilla natürlich eine ganz andere Art von Musik – die ihr Menschen aber genauso wenig verstehen könnt, wie meinen Namen.

Was wirst du tun, wenn du in die wohlverdiente Geisterrente gehst?

Gorilla: Eigentlich bin ich da ja schon und ich genieße schlicht unendlichen Seelenfrieden – unterbrochen von gelegentlichen Ausflügen in Carins Büchern.

Carin, wird er dir fehlen? Und was am meisten?

Carin: Ich bin mir sicher, dass er immer da sein wird, sollte ich ihn brauchen. 

Vielen lieben Dank für dieses spannende und lustige Interview. Es war mir ein Vergnügen und ich bin gespannt, wie es weitergeht.



Wie jeden Tag könnt ihr auch bei mir ein Los sammeln, das eure Chance auf diese tollen Gewinne steigert. Dafür müsst ihr nur folgende Frage beantworten:

Welche Geisterstufe ist die Höchste, die erreicht werden kann?

Gewinnspielregeln:
✩ Seid über 18 Jahre alt oder habt die Erlaubnis eurer Eltern.
✩ Nach Ablauf des Gewinnspiels können wir euch im Falle des Gewinns eine Email senden. Hierfür müsst ihr uns eure E-Mail-Adresse hinterlassen.
✩ Wir übernehmen keine Haftung und es gibt keinen Ersatz falls das Paket verloren geht.
✩ Der Gewinn wird nicht bar ausgezahlt.
✩ Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
✩ Eine Barauszahlung der Gewinne ist nicht möglich.
✩ Das Gewinnspiel endet am 25.04.2016 23:59 Uhr. Die Gewinnerbekanntgabe erfolgt schnellstmöglich.

Wer hier nicht antworten kann oder will, der darf mir gerne auch eine Email an:
Martina.Suhr@googlemail.com schicken. Ich füge dann den Kommentar ein.

Hier nochmal alle Blogtourtage im Überblick:

1. Tag: Buchvorstellung bei Beate

2. Tag: Jeanette erklärt euch das Thema Kolumnen

3. Tag: Das Interview mit Gorilla bei mir

4. Tag: Carins Blogs und das Buch bei Susanne

5. Tag; Autoreninterview bei Desiree


Ich hoffe, ihr hattet genauso viel Spaß wie ich. Vielen Dank an Carin Müller und Gorilla für ihre Geduld mit mir.



Dienstag, 19. April 2016

Blogtour zu Talira Tals "Die Gilde der Rose - Dämonenfessel": Die Protagonisten im Interview



Herzlich Willkommen zum zweiten Blogtourtag von Talira Tals "Die Gilde der Rose - Dämonenfessel". Nachdem ihr gestern bei Desiree einen ersten Einblick in das Buch bekommen habt, möchte ich euch heute die Protagonisten ein wenig näher beleuchten. Hierfür hab ich mich mit Freyja und Michael verabredet. Eigentlich wollte auch Axara, Freyjas Mutter, dabei sein, aber sie ist gesundheitlich verhindert. Dennoch war es ihr ein großes Bedürfnis, ein Statement zu ihrer Situation und der Zeit in der Hand des Dämons abzugeben.

Statement von Mama Axara, da diese in stationärer Therapie/psychologischer Reha etc. ist und keine Chance hatte dazuzustoßen.

Liebes Fräulein Martina,

zunächst möchte ich einmal mit dem Missverständnis aufräumen, ich würde mich in einer Art Psychotherapie befinden. Die Behandlung meines Peinigers war grausam und ich gebe zu, sie beschert mir immer noch Albträume, aber wir Hexen haben eigene kraftvolle Rituale mit dem Traumata umzugehen. Ich muss an mich und das Kind denken. Machen Sie sich keine Sorgen, liebes Fräulein Martina. Mir geht es gut und ich genieße die Ruhe.

Die besten Wünsche

Ihre Axara Rose

Liebe Axara Rose, wir wünschen Ihnen von Herzen eine schnelle Genesung und viel Glück für Ihre Zukunft. Vielen Dank für die freundlichen Worte.

Jetzt aber zu Michel und Freyja, die so freundlich sind, mich in ihrer gemütlichen kleinen Wohnung zu empfangen. Vielen Dank ihr beiden, dass ich euch besuchen und Fragen stellen darf.

Lieber Michel, Freyja muss abgrundtief gestunken haben, als du sie auf der Straße gerettet hast. Es ist allgemein bekannt, dass Hundenasen um einiges besser riechen als Menschen. Wieso um alles in der Welt hast du sie mit nach Hause genommen? Was hat dich dazu bewegt?

-lacht- Du hast mich doch jetzt nicht wirklich als einen Hund bezeichnet? –schüttelt amüsiert den Kopf- Ihr Menschen und vor allen Dingen Frauen seid echt komisch. Und bitte nenne mich nicht Michel. Das darf nur meine Freyja. –zwinkert ihr verschwörerisch zu- Michael ist mir ganz recht. Aber nun mal zu deiner Frage. Sie sah so verwahrlost, verhungert und elend aus, ich konnte gar nicht anders. Sei mal ehrlich, würdest du so ein armseliges Geschöpf auf der Straße stehen lassen? Vor allen Dingen hatte ich den Eindruck sie, wäre echt durchgeknallt. Wenn sie entlaufen wäre, hätte sie doch nicht frei herumlaufen dürfen. Vor allen Dingen, weil sie selbstmordgefährdet war, wie die Sache mit dem kleinen LKW bewies. 

Freyja, warum nennst du Michael eigentlich immer Michel?

-blickt kurz zu Michael, dann zu der Interviewerin und lächelt schelmisch.- 
Anfangs war ich so verwirrt, dass ich mir nur Michel merken konnte. Ein Junge aus unserem Dorf hieß auch so und der Name war mir vertraut. Dann bemerkte ich schnell, dass Michel sich darüber ärgerte und ich wollte ihn ein bisschen hochnehmen und dann auf einmal, war er mein Michel und alles andere hätte sich falsch in meinen Ohren angehört.

Michael, warst du nicht total überfordert mit der Situation und hast heimlich die Nummer der nächsten Psychiatrie herausgesucht? 

–guckt verblüfft- Woher weißt du das denn? Warst du dabei? Ich hatte mir tatsächlich schon die Telefonnummer vom Hyssenstift, wie es mir mein Bruder geraten hatte, herausgesucht. Ich war an dem Tag vollkommen genervt. Erst der Stress mit Jenny und dann auch noch diese Begegnung mit dem Zausel. –lacht- Ich war in der Tat vollkommen überfordert und den Abend davor hatte ich auch noch zu viel getrunken bei der Party. –seufzt- Das war alles ein bisschen viel auf einmal.

Dich muss die Situation ziemlich überfordert haben. Gerade noch auf dem Scheiterhaufen, dann beinahe überfahren von einem LKW. Was hast du gedacht, als du das erste Mal eine Klospülung gesehen hast?

-guckt verlegen zu Michael, wird auch leicht rot- 
Natürlich war ich total überfordert. Welcher Mensch wäre das wohl nicht? Du hast recht, ich kannte keine Klospülung. Ich bin immer in den Garten, der hinter Michel´s Bude liegt, gegangen, bis ich im Fernsehen eine Werbesendung über Toilettensteine gesehen habe. Da wurde ich auf Michels Klo aufmerksam. Als er nicht zu Hause war, untersuchte ich das Möbelstück genauer und war fasziniert von dem vielen Wasser, das auf Knopfdruck kam. Eine super Erfindung!

Michael, hast du jemals bereut Freyja gerettet zu haben?

-grinst verschmitzt- Nein, niemals. Wie könnte ich auch? –guckt verträumt Freyja an und schweigt weiter- 

Freyja, welche Dinge würdest du am meisten vermissen, wenn du ins 17. Jhd. zurückkehrst?

Michel, Pizza und wahrscheinlich das Bungeespringen –lacht-

 Michael, was sagt deine Familie zu der Verbindung mit einer Hexe?

Oh, das ist ein heikles Thema. Ich habe mit Freyja auch noch nicht ausführlich darüber gesprochen. –zerstrubelt sich etwas ratlos das Haar- Natürlich weiß Gabi von Freyja und ich habe meiner Mutter gegenüber auch schon Andeutungen gemacht, d.h. ich habe schon ein bisschen von ihr erzählt und ihr auch gesagt, dass sie nicht wie wir sind. Meinem Vater kann ich das nicht sagen. –blickt ernst- Der wird das nicht verstehen und erst recht nicht akzeptieren. Ich bin da echt noch ratlos. Gabi meinte, ich solle die Zeit mir ihr genießen, vielleicht legt sich das zwischen uns ja auch wieder und ich hätte dann umsonst den Familienfrieden gestört. Aber ich glaube nicht, dass sich das mit Freyja jemals erledigt. Weißt du, ich habe mir immer schon so ein Mädchen wie Freyja gewünscht. Ich meine, guck sie dir an. Sie ist perfekt. Sie ist total süß und … Den Rest behalte ich lieber für mich.“

Liebe Freyja, Michel ist ein Werwolf. Gibt es irgendwelche Probleme, da die Frauen des Rose-Clans penibelst darauf achten, die Blutlinie rein zu halten? Oder läutet ihr eine neue Generation ein?

-zuckt ratlos mit den schmalen Schultern- 
Ich weiß es nicht. Um ehrlich zu sein, hatte ich auch noch nicht viel Zeit, um richtig darüber nachzudenken. Du hast ja mitbekommen, dass meine Mutter gegen die Verbindung war. Ich kann sie zurzeit nicht sprechen, aber das Thema kommt bestimmt bald auf den Tisch. Mir ist egal, was die Frauen der Familie Rose bisher immer gemacht haben. Ich will nur noch Michel.

Michael, was hat sich geändert, seit die bezaubernde Hexe dein Leben bereichert?

-lacht und grinst verschmitzt- 
Die Schmetterlinge in meinem Bauch wollen einfach nicht mehr verschwinden und ich bin zu Vollmondzeiten nicht mehr so aggressiv wie vorher.

Freyja, gibt es irgendwelche Angewohnheiten von Michel, die dich so richtig nerven?

-spielt verlegen mit ihrem Haar- 
Natürlich gibt es Dinge, die mich extrem nerven. Er ist sehr rechthaberisch und meint sehr oft alles besser zu wissen. Dann ist er manchmal so empfindlich und ich muss aufpassen, was ich sage.

Und Michael, gibt es denn auch etwas an Freyja, das dich so richtig auf die Palme bringt?

Oh ja, aber natürlich. Am meisten stört mich ihre absolute Sturheit. 

Freyja, es gab eine ziemlich unschöne Auseinandersetzung mit Jenny, dem One-Night-Stand von Michael, würdest du die Situation heute anders regeln? Bist du eifersüchtig auf die ehemaligen Frauengeschichten von Michael?

-schüttelt den Kopf und seufzt- Nein, ich bin nicht eifersüchtig, auf keine frühere Freundin von Michel. Er hat sich ja für mich entschieden, warum sollte ich da noch Groll gegen die anderen hegen? Du weißt ja, dass es mit meinen magischen Fähigkeiten noch hapert, aber ich arbeite schon daran und will noch jede Menge lernen. Ich würde mir wünschen, so eine Situation in Zukunft mit Magie handeln zu können. 

Habt ihr beiden schon etwas hier in der Wohnung geändert, seit Freyja in dein Leben getreten ist?

-Freyja lacht- Es wohnen jetzt ganz viele Pflanzen bei Michel und ich achte sehr gut auf sie. Außerdem habe ich die ganzen elektronischen Geräte in der Wohnung verteilt.
 -Michael ergänztBücher hat sie auch jede Menge herangeschleppt. Sie ist eine kleine Lesemaus und liebt Bücher über alles. Ich musste schon ein Regal anbauen,  

Freyja, wie sieht dein Alltag aus? Was machst du den ganzen Tag? Hast du Hobbies oder andere womöglich caritativen Aufgaben, denen du dich widmest?

Ich studiere sehr genau eure Zeit. Ich möchte am liebsten alles wissen und manches geht mir einfach nicht schnell genug. Außerdem befasse ich mich viel mit Magie, um meine eingeschlafenen Fähigkeiten zu aktivieren und mich zu einer „richtigen“ Hexe zu entwickeln. –lacht- Wenn Mama aber wieder zu Hause weilt, werde ich ihr weiter helfen. Ich habe ihr schon bei der Anmietung ihrer neuen Wohnung geholfen. 

Michael, hast du Angst vor der Zauberkraft Freyjas? Ich meine du suchst dir ja auch immer Frauen, die dir in einem Streit ziemlich gefährlich werden könnten, oder?

-schüttelt den Kopf- Nein, überhaupt nicht. Ich weiß ganz genau, dass Freyja mich niemals verletzen würde. Sie ist ganz anders als meine Exfreundin, auf die du jetzt angespielt hast. 

Wo seht ihr euch in 5 Jahren? Wird Mama Axara womöglich bei euch wohnen und die Kinder hüten? Ist Axara eine Schwiegermutter zum Lieben oder zum Fürchten?

Meine Mutter wollte absichtlich eine Wohnung haben, die etwas von Michels Bude entfernt liegt. In einer Wohnung mit ihr zu leben, wäre wohl nicht praktikabel. –denkt einen Moment nach- in fünf Jahren? Ich hoffe doch sehr, dass ich dann eine mächtige Hexe und Michels Frau bin und Kinder wären natürlich auch nicht schlecht. –lacht- 
-Michael grinst bei ihren Worten- Ich mache mir noch keine Gedanken, was in fünf Jahren sein wird. Ich möchte erstmal mein Studium beenden und mein Glück mit Freyja genießen.

Wie ist euer Verhältnis zu Natalja? Eine Medusa als Ex ist jetzt nicht gerade der typische Traum einer Frau. Vor allem wenn diese noch nicht wirklich über die Beziehung hinweg ist. 

Als hätte sie es gerochen, klingelt Natalja und kommt „rein zufällig vorbei“.

Hallo Natalja,  was verschlägt dich denn zufällig in diese Gegend?

-legt ihren überdimensionalen Hut ab und schüttelte die langen, blonden Locken auf, setzt sich mit einem verführerischen Lächeln, Michael gegenüber-
Ich wollte mal sehen, wie es Micha geht.

Der Verlust seiner großen Liebe muss extrem schmerzhaft sein, vor allem weil es sicher nicht leicht ist jemanden zu finden, der einem mächtigen und mystischen Wesen wie einer Medusa gewachsen ist, oder?

-schnalzt spöttisch mit einem Seitenblick, hinter der großen Sonnenbrille, auf Freyja- 
Alles geht einmal vorbei. Man muss auch mal verlieren können. Ich gönne den beiden ihr Glück.

Natalja, gab es mal einen „Unfall“ mit einem Mann, den du im Nachhinein wirklich zu tiefst bereust?

Ja, es war am 03.07.1971. Jim und ich waren baden und wir hatten jede Menge Spaß. Dann fing er auf einmal mit dem leidigen Thema an, ich würde zu sehr klammern. Ein Streit entfesselte sich und dann geschah es … ich verschwand aus dem Hotelzimmer und das Flittchen Pam fand ihn tot vor. Natürlich schoben sie es auf die Drogen, die Jim ja on Maß konsumiert hatte. Ich vermisse heute noch seinen Gesang und seine Gedichte, die er extra für mich geschrieben hat. Meinen dunklen Poet nannte ich ihn. Mit "Ride the snake" war ich gemeint, erzählte er mir jedenfalls. Ich glaube, er ahnte, wie es ausgehen wird, sonst hätte er wohl nicht "The End" geschrieben. 

Datest du wieder, Natalja? Wo geht eine Medusa auf Männerfang? Es gibt bestimmt keine Internetportale in denen magische Wesen Partner suchen oder?

-lacht spöttisch- Wer behauptet denn, dass ich nur auf magische Wesen stehe? So ein Unfug! Ich finde immer jemanden, ob in Clubs, auf Partys und du wirst dich wundern, es gibt doch Internetportale für magische Wesen. -zwinkert dabei Michael verschwörerisch zu-. 

Was tust du um Michel, entschuldige Michael zu vergessen? 

-tut so, als hätte sie die Frage überhört und spielt mit ihren langen Locken, sieht dabei Michael provokativ an.-

Natalja, du bist ein Wesen, das so alt ist wie die Zeit, was man dir aber beim besten Willen nicht ansieht, aber wie hast du durch die vielen Jahrhunderte deine Schlangen vor den Menschen versteckt?
In der heutigen Zeit ist das durch Perücken und Mode bestimmt einfacher geworden, oder?

Ich war nicht immer direkt unter Menschen, sodass es sofort auffiel und auch dann habe ich sie unter Kopfbedeckungen und Perücken versteckt gehalten.

Wie und mit was fütterst du deine Schlangen? Gibt es ein Ritual? Wie oft brauchen sie was zum Fressen? Und hören sie immer auf das, was du willst?

-lacht böse- Aber natürlich haben meine Schätzchen und ich Rituale und vor allen Dingen verspeisen sie liebend gerne neugierige Bloggerinnen. 

Ist es manchmal nicht einsam als Medusa? Würdest du gerne ein Mensch werden, womöglich für die große Liebe auf ein ewiges Leben als mystischen Wesen verzichten?

-schüttelt vehement den Kopf, sodass die Perücke droht vom Kopf zu fallen- Nein! Im Leben nicht! Wer will schon so vergänglich wie ihr sein? Keiner! Und Einsamkeit kann sehr entspannend sein. 

Michael, wie ist der Sex mit einer Medusa? Ich weiß es ist sehr direkt, aber das ewige gezischel, dann die ganzen Augen. Lenkt das nicht ab? Ich würde mir dabei beobachtet vorkommen.

-Natalja mischt sich ein, bevor Michael auch nur eine Chance hat zu antworten- Frag mich doch lieber, wie der Sex mit einem Werwolf ist, da kannst du mehr erfahren. Es ist gigantisch. Weißt du was in der Konstellation möglich ist? Natürlich weißt du das nicht, du dummes Ding. Aber ich werde dir jetzt haarklein berichten, was ich meine...
Natalja, es reicht, -unterbricht Michael den Redeschwall der Medusa.- Das will hier keiner so genau wissen.
 -Natalja schmollt, schweigt aber-.

Natalja, könntest du dir vorstellen, dass Freyja und du Freunde werdet, Michael zu Liebe?

Freunde? Wer braucht schon Freunde?

Was sagst du dazu, Freyja?

Ich hätte damit kein Problem.

Sag mal Michael, wie gehst du mit der Situation um? Zwei Frauen, deren Herzen für dich schlagen, die du ja auch beide gerne in deinem Leben behalten willst….

-blickt zu Freyja, dann zu Natalja- 
Ich bin nicht der typische Herzensbrecher und ich will auch keinen verärgern. Natalja und ich haben einfach nicht so gut zusammen gepasst. Ich bin mit Freyja sehr glücklich und das möchte ich auch bleiben.
-Natalja schnaubt verächtlich und verzieht die rotgeschminkten Lippen zu einem spöttischen Grinsen.- Wers glaubt, -zischt sie-. 

Vielen Dank für das spannende und außergewöhnliche Interview. Wann bekommt man schon mal die Chance eine Hexe, einen Werwolf und einer Medusa Fragen stellen zu dürfen Ihr drei, möchtet ihr den Lesern zum Abschluss noch etwas mit auf den Weg geben? 

Ja, in der Tat. Wir freuen uns, wenn ihr Spaß dabei habt, uns in unseren Abenteuern zu begleiten. Wenn ihr den ersten Teil 1 –Dämonenfessel- schon kennt, wäre es super, wenn ihr ein kurzes Feedback bei Amazon oder auf anderen Plattformen, hinterlassen würdet. Am 10.06.2016 findet die Premierenlesung im echten Gefängnisturm, indem Freyja auf ihre Hinrichtung gewartet hat, statt. Mehr zu diesem besonderen Ereignis, erfahrt ihr auf dem Blog: http://talira-tal-otherworld-of-mind.blogspot.de/




Wie immer könnt ihr natürlich auch wieder tolle Preise gewinnen. Um eure Chance zu erhöhen, könnt ihr durch die Beantwortung der jeweiligen Tagesfrage ein Los bekommen. Am Ende der Blogtour werden die Gewinner aus allen Losen gezogen. Meine heutige Frage lautet:

Natalja bereut den Tod einer ihrer Liebhaber besonders. Wie hieß er?

Gewinnspielregeln:
✩ Seid über 18 Jahre alt oder habt die Erlaubnis eurer Eltern.
✩ Ihr solltet euren Wohnsitz in Deutschland haben. (Müsstet ihr immer mit euren Autoren absprechen)
✩ Nach Ablauf des Gewinnspiels können wir euch im Falle des Gewinns eine Email senden. Hierfür müsst ihr uns eure E-Mail-Adresse hinterlassen.
✩ Wir übernehmen keine Haftung und es gibt keinen Ersatz falls das Paket verloren geht.
✩ Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
✩ Eine Barauszahlung der Gewinne ist nicht möglich.
✩ Das Gewinnspiel endet am 3 Tage nach dem letzten Blogtourbeitrag 23:59 Uhr. Die Gewinnerbekanntgabe erfolgt schnellstmöglich.

Wer hier nicht antworten kann oder will, der darf mir gerne auch eine Email an:
Martina.Suhr@googlemail.com schicken. Ich füge dann den Kommentar ein.

Hier nochmal alle Blogtourtage im Überblick:

Tag 1: Buchvorstellung bei Desiree

Tag 2: Charaktervorstellung bei mir

Tag 3: Hexenverfolgung bei Nadja

Tag 4: Die verschiedenen Wesen bei Chantal

Tag 5: Der Mythos der Erdmutter bei Jasmin

Tag 6: Vorschau auf Band 2 bei Yvonne

Tag 7: Autoreninterview bei Bella

Vielen lieben Dank an die Autorin und die geduldigen Protagonisten. Es hat viel Spaß gemacht. Schaut doch bei den anderen rein und entdeckt dieses wundervolle Buch.