Montag, 28. November 2016

Lesetipp- Rezension zu Holly Blacks & Cassandra Clares "Magisterium - Der Schlüssel aus Bronze"


Seiten: 288
ISBN: 978-3846600283
Preis: 17,00€ (Print) / 12,99€ (E-Book)/ 9,95 Hörbuch-Download
Erschienen: 10/2016
Genre: Jugendfantasy

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Nachdem Call und seine Freunde unter Einsatz ihres Lebens den Feind des Todes abgewehrt haben, richtet das Magisterium eine Party für sie aus. Statt zu feiern, muss Call jedoch den Angriff eines Chaosbesessenen abwehren. Eigentlich sollte das Wesen im Verließ unter der Schule festsitzen, doch irgendjemand hat es herausgelassen. Es muss im Magisterium jemanden geben, der Call töten will. Oder sind vielleicht sogar beide Makaris in Gefahr? Die Freunde setzen alles daran, um dem Spion in den eigenen Reihen auf die Schliche zu kommen - und bemerken fast zu spät, wer es ist, dem sie auf gar keinen Fall vertrauen dürfen ...



Wie bei einem Cover-Victim üblich, hat auch hier mich der optische Eindruck zuerst angesprochen. Die Hardcover sind mit einem aufwendig gestalteten Schriftzug versehen, Band 1 sogar mit einem sogenannten Ambigramm, welches man sowohl normal als auch auf dem Kopf lesen kann und genau dasselbe Wort zu erkennen ist. Darauf hat man, meiner Meinung nach leider, bei Teil 2 und 3 verzichtet (obwohl man bei Teil 2 und 3auf dem Buchrücken das Ambigramm findet, auf dem Einband jedoch nicht). Ich persönlich mag solche liebevollen Details und finde es schade, dass dies, aus welchen Gründen auch immer, weggelassen wurde, da der Schriftzug ja schon existiert hat und keinen weiteren Aufwand bedeutet hätte. Die Seitenkanten sind im jeweiligen metallischen Farbton (Band 1 golden, Band 2 blau, Band 3 grün) eingefärbt, was ein weiteres optisches Highlight für mich darstellt. Aber genug vom Äußeren, widmen wir uns dem Inhalt.
Sprachlich sind die beiden Autoren wirklich fit, auch wenn man merkt, dass schon Leser ab 12 Jahren angesprochen und dadurch natürlich keine sehr komplexen Satzkonstruktionen verwendet werden. Ich persönlich fand es angenehm zu lesen und finde, sie schaffen dadurch verschiedenste Altersklassen anzusprechen. Die Geschichte liest sich sehr flüssig und detailreiche Schilderungen ermöglichen dem Leser komplett in die magische Welt rund um Call, Aaron und Tamara abzutauchen. Auch wenn die Erzählung mich ein wenig an Harry Potter erinnert, so haben die beiden Autorinnen durch ihre abwechslungsreichen Charaktere eine noch viel tiefer gehende Vielseitigkeit der Figuren entworfen. Man merkt sehr deutlich, wie stark sich die einzelnen Figuren entwickeln. Immer wieder wird man vor die Frage gestellt, was ist das wahre Böse, kann man sein Schicksal verändern? Wie mächtig ist Freundschaft und Zusammenhalt. Viele wundervolle Tugenden werden sowohl jungen als auch älteren Lesern mit auf den Weg gegeben und auch wenn ich die Zusammenhänge früh erkannt habe, so war die Geschichte dennoch vom Anfang bis zum Ende voller Spannung und hat mich das ein oder andere Mal extrem überrascht.



Ich habe alle drei Teile direkt nacheinander gelesen und muss gestehen, der Cliffhanger am Ende von „Der Schlüssel aus Bronze“ ist wirklich fies. Ich weiß, es werden noch zwei weitere Teile folgen, aber dennoch macht mich die Gewissheit, so lange ausharren zu müssen, fertig. Ein wirklich tolles Buch einer genialen Reihe um einen Zauberschüler, der eigentlich keiner sein will und trotzdem etwas ganz Besonderes wird. Seine Andersartigkeit, die charakteristischen Kanten und sein ganzes vorlautes Wesen machen Call zu einem außergewöhnlichen Protagonisten, der den Vergleich mit dem weltberühmten Zauberlehrling Harry in keinster Weise fürchten muss. Einziger Kritikpunkt für mich ist das Alter der Hauptfiguren. Es fiel mir einfach ab und an schwer 12 jährige Teenager vor mir zu sehen, da sie in vielen Situationen viel reifer und erwachsener wirkten. Dennoch kann ich diese zauberhafte und magische Romanreihe wirklich allen Fans fantastischer Jugendliteratur empfehlen, solltet ihr allerdings mit Cliffhangern Probleme haben, wartet lieber bis alle Teile erschienen sind.




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